Heute, am 23. Februar gilt’s: von 8 bis 18 Uhr

Bundestagswahl! Es ist 12.51 Uhr und es gibt noch keine Hochrechnung. Ich sorge mich. Aber ich bin auch ein bisschen hoffnungsvoll. Denn vielleicht haben – neben mir – noch weitere Menschen gehört oder gelesen, dass die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde den Moorfrosch zum Lurch des Jahres 2025 gekürt hat. Ich wusste bislang gar nicht, dass es den überhaupt gibt. Für mein Leben war bisher nur ein Lurch wichtig – und das war natürlich Lurchi von den Salamanderschuhen. Die Babyboomer erinnern sich bestimmt.

Zurück zum Moorfrosch. Der lebt in den Tropen und hat ganz viel mit der Partei gemein, die heute hoffentlich alle Umfragen Lügen straft und nicht von einem Viertel bis Fünftel der Wahlberechtigten gewählt wird. Denn sie ist vor allem eines – eine Alternative für die Demokratie; und sie hat ganz viel mit dem Imponiergehabe des Moorfrosches gemein.

Wenn der sich in Pose wirft, dann wird er nämlich blau. Eigentlich ist er braun. Gut, einen Unterschied gibt es: Der Moorfrosch trägt jenseits des Blau „gedeckte Brauntöne“. Das wiederum kann man von den Blaubraunen nicht behaupten. Da ist nichts mehr gedeckt und versteckt … das Braun knallt rein. Also: Hoffen wir, dass sich nicht allzuviele Menschen für die Moorfrösche der deutschen Parteienlandschaft entscheiden. Let’s cross our fingers!

P.S.: Ich musste Herpetologie übrigens auch nachschlagen, obwohl ich eine altsprachliche Schulbildung genossen habe. Für alle Fremdwortsammler: Herpetologie ist die Lehre und Kunde über Amphibien und Reptilien. Und wieder was gelernt.